Beitrag 1 von Ildikó von Kürthy

Schreiben wir gemeinsam! Über Sonntage.

Er ist der Sigmund Freud unter den Wochentagen. Er legt deine Seele bloß, er konfrontiert dich mit Verdrängtem, er zwingt dich auf die Couch und in die Stille, wo du deinen eigenen Herzschlag hörst wie Donnerhall und deine inneren Stimmen dir Unerhörtes zuflüstern. Ich bin dem Sonntag stets mit Respekt und nicht selten mit Unbehagen begegnet. Dieser träge, zähe Ruhetag, an dem angeblich alle Zeit haben aber trotzdem immer beschäftigt sind. Früher war es der Tag, an dem die anderen Kinder Ausflüge unternahmen, ihre Großeltern besuchten, mit ihrem Vater ein Baumhaus bauten und mit der ganzen Familie Braten aßen. Ich blieb zu Hause - Einzelkind, Opas und Omas lange tot, Vater blind und Mutter im Garten beschäftigt - und freute mich auf den Montag, den Alltag an dem nicht auffiel, dass meine Familie keine Sonntags-Traditionen pflegte. Früher, im Jahr 1973, gab es vier autofreie Sonntage. Jeder, der sie erlebt hat, erinnert sich an die Spaziergänge über die stillen Autobahnen, an die wunderbare Leere, an die unerwartete Schönheit der Straßen und an das Gefühl, etwas Einzigartiges zu erleben. Genauso können Sonntage immer noch sein. Frei, leer und voller Überraschungen. Wen man sie lässt.    

Beitrag 2

Autor: Nicole Reichert

Sonntag - in meiner Kindheit der Tag, an dem ich oft bei meinen Großeltern aufgewacht bin. Ich hatte bis ins Erwachsenenalter zwei Omas, zwei Opas und sogar noch meine wunderbare Uroma. Sonntagsspaziergänge, Fahrradtouren, Kuchen im Schrebergarten. Umsorgt, behütet und geliebt. Später als Single in den Zwanzigern waren die Sonntage oft trist und langweilig. Ich konnte mich in meinem Elend richtig schön suhlen und mich bemitleiden. Rückblickend verlorene Zeit. Was hätte ich alles machen können. Sonntage verbinde ich aber auch mit dem wohligen Gefühl von Zuhause. Zum Sonnenaufgang mit dem Hund raus, danach in Gemütlichkeitshose mit dampfendem Kaffee und einem Buch auf der Couch liegen und später mit meinem Mann frühstücken und die Mittagshunderunde planen. Ich bin kinderlos und ohne familiäre Verpflichtungen, so dass ich meine Sonntage meist entspannt und in Ruhe genießen kann. Immer mit Kuchen. Manchmal auch noch bei meinen Großeltern.

Kommentar von Ildikó von Kürthy

Liebe Nicole!

Danke für Deinen Text! Oh ja, das kenne ich, das Suhlen im Elend. War das verlorene Zeit? Ich weiß es nicht, aus meiner Sicht eher nicht. Es gibt ein Sprichwort das besagt "Weinend amüsiert sich der Ungar." Und da ich Halbungarin bin steckt fü mich im Hineinsteigern in das Elend oft auch ein wenig Genuß.

Hertliche Grüße!

Deine

Ildikó

Beitrag 3

Autor: Julia Meißner

Tja, was für ein Tag ist Sonntag?
Im Normalfall der Tag, bevor der lästige Montag wieder in den Startlöchern steht...
Heute zum Beispiel, war es nur ein freier Tag für mich, da ich gestern noch arbeiten war. Ich liebe meinen Beruf, weswegen ich auch gerne mal Samstags ran muss.
Im umkehrschluss heißt es aber, weniger Zeit für die Familie, weniger Zeit für mich selbst, um richtig abschalten zu können.
Dennoch konnte ich heute, und das zu einem Sonntag, mal wieder eine liebe ältere Dame besuchen, die mir während meiner Arbeit ans Herz gewachsen ist.
Leider hat dieses Jahr dazu beigetragen, dass ich sie nur noch wenig sehe. Um so schöner war es, dass es nach all den Wochen geklappt hat. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich diesen "Termin" fast schon vergessen hatte. Die letzten Wochen waren sehr ereignisreich und vergingen wie im Flug, dabei hab ich wohl etwas mein Zeitgefühl verloren.
Zwei Stunden war ich bei ihr, es gab Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Sie weiß, wie gerne ich welchen esse, deswegen brachte sie jedes Jahr zu meinem Geburtstag einen frisch zubereiten Kuchen mit.
Wir plauschten über viele Dinge. Es tat gut. Und während wir so redeten, bemerkte ich wohlwollend...wie schön so ein Sonntag doch sein kein..keine Hektik, kein Straßenlärm, keine gestressten Menschen...Nein, es war einfach nur ruhig.....genau so, wie ein Sonntag wohl sein sollte....


Kommentar von Ildikó von Kürthy

Liebe Julia,


vielen Dank für Deinen Text - und wie schön, dass Du den Besuch bei der alten Dame gemacht und genossen hast. Es ist so wichtig, dass man es bemerkt, wenn man gerade etwas erlebt, was man ruhig mal wiederholen sollte. Herzlich! Deine Ildikó

Beitrag 4

Autor: Ute Bock

Liebe Ildiko,

sobald ich sonntags aufwache und verstanden habe, dass Sonntag ist, bin ich sofort glücklich! Es ist dieses einzigartige Gefühl, dass der Tag mehr Stunden hat als ein Wochentag, ich in Ruhe wach werden kann und dann einfach mal schaue was mir für Gedanken kommen, was ich so machen möchte oder auch nicht machen möchte. Das geschieht dann langsam beim Wachwerden und trinken meines geliebten Morgenkaffee, den ich mir noch fast schlafend in einem French-Press zubereitet habe um mich dann wieder mit meiner gefüllten Lieblingstasse in mein Bett zurück zu ziehen.
Vielleicht genieße ich genau das immer so sehr, da es nicht immer so war. Ja, bestimmt tue ich das! Wenn ich zurück denke an die Zeit wo meine Kinder noch bei mir wohnten - ganz gleich in welchem Alter - waren die Sonntage stets durchgeplant oder es passierten immer wieder Überraschungen, die ganz bestimmt nicht zu einer Entspannung beigetragen haben. Ganz im Gegenteil! Auch hatten meine Kinder immer Hunger und sonntags war ja auch der Tag wo es ja eigentlich keinen Grund gab, einfach mal nicht zu kochen - irgendwann musste einfach was Warmes her! Leider mochten sie nie Fast-Food und sie konnten auch irgendwann die Bananen nicht mehr ausstehen, die ich ihnen in die Hand gedrückt hatte, damit sie einfach mal - ohne viel Aufwand - über einen längeren Zeitraum satt waren.
Wenn ich noch länger zurück denke - in meine Kindheit, war der Sonntag immer der Tag, wo es noch Sonntagskleidung gab, die ich nicht ausstehen konnte, da ich es einfach nie geschafft hatte, meine Kleidung sauber zu halten. Das bedeutete dann: Ruhig spielen! Auch war die Voraussetzung für eine Stunde Fernsehen (Fury, Daktari oder Flipper), dass wir vorher mit meinen Eltern spazieren gehen mussten. Das war das Schlimmste! Die Sonntagskleidung durfte ja nicht dreckig werden und, da die anderen Leute ja guckten, durften wir Kinder auch nicht laut oder albern sein.
Und jetzt....liebe ich meinen Sonntag!!
Einen entspannten Gruß schicke ich in diesen wundervollen Tag
Ute


Kommentar von Ildikó von Kürthy

Liebe Ute!

Du bist eine Sonntags-Künstlerin! An Dir will ich mir ein Beispiel nehmen! Herzlich! Deine Ildikó

Beitrag 5

Autor: Iris Walter

Es ist Sonntag und ich habe gerade „DAS!“ geschaut. Nun bin ich hier gelandet. Und schreibe mal. Der Sonntag.. Kindheitserinnerungen: Der Tag mit dem guten Essen. Tag der weißen Tischdecke. Des Glockengeläuts. Der Tag, an dem meine älteren Geschwister vom Tisch mit der weißen Tischdecke und dem Sonntagsbraten aufsprangen, weil im Radio die heißersehnte „NDR 2 internationale Hitparade“ lief. Der nach Rotkohl roch und Ritualen.

Der Tag, an dem das Wochenende zuende geht. Der mich an Montag denken lässt, der mich oft noch an den Schreibtisch zwingt, weil ich das Arbeiten zu Anfang des Wochenendes in einem sich wiederholenden Anflug von Leichtsinn und Zeitverschwendungslust großzügig nach hinten schiebe. Ich verdiene mein Geld mit Unterrichten. Unterricht will vorbereitet werden und selten stellt sich das Gefühl ein, „fertig“ zu sein. Na ja, fertig bin ich manchmal schon, fällt mir dabei ein. Aber anders. Ich sehne mich zwischendurch nach stupider Arbeit, die anfängt und dann abgeschlossen ist. Hausarbeit bietet sich an. Am Wochenende. Nicht so gern am Sonntag. Ich liebe meine Arbeit trotzdem. Und lerne viel von vielen großen und kleinen Menschen. Von den kleinen vielleicht noch mehr. Und ein bisschen lernen sie von mir.
Sonntag ist der Tag vor dem zu planenden Montag. Und ist dadurch mit Zweifeln und leichter Spannung besetzt. Das schmälert seine Attraktivität. Ich liebe Anfänge. In Anfängen liegen so viele Möglichkeiten. Anfänge sind der Schritt in etwas Neues. Das mag ich. Ungeschriebene Seiten. Frühling. Anderes. Neues

„Ohne Sonntag gibt es nur Werktage“. Ein Aufkleber auf meinem Briefkasten.

Ich nehme mir vor, meine Unterrichtsvorbereitungen auf die Tage davor zu verlegen. Das werde ich wohl nicht ganz schaffen und das verzeihe ich mir. Ich mag den Sonntag trotzdem, ich finde jetzt kein passendes Ende, höre aber auf zu schreiben, damit der Sonntagabend noch nicht so schnell vorbeigeht. Der Gute

Kommentar von Ildikó von Kürthy

Liebe Iris,

danke für Deinen schönen Text!

Ja, ich kenne sie auch, die Sehnsucht nach einer Arbeit, die einen nicht ständig begleitet, die Freitags abgeschlossen ist und Montags neu beginnt. Aber mittlerweile mag ich es, dass bei mir die Grenzen zwischen Privatleben und Berufsleben absolut fließend sind. Beides gehört untrennbar zusammen. Und das gefällt mir.

Ich grüße Dich herzlich!

Deine

Ildikó

Beitrag 6

Autor: Clärchen V.

Eine sehr schöne Idee, sich sonntags mal über die Sonntage von damals und heute Gedanken zu machen, Worte zu suchen, sich ein Bild davon oder einen Reim darauf zu machen, abzuschweifen, einzutauchen.

Ich mag Sonntage. Sehr. Das war nicht immer so.
Ich erinnere mich Sonntage in der Kindheit, an denen vieles ge- und ver- boten war.

Geboten waren zum Beispiel der Kirchgang, „ordentlich“ , mit Seitenscheitel, in kratzigen Strumpfhosen und ungeliebten Kleidern, Lächeln, „HeileWeltFamilie“ spielen, Mittagsruhe, nachmittäglicher Spaziergang im Bergischen Land.
Verboten war, sich mit Freund*innen zu treffen, laut zu sein oder eigene Musik zu hören, Handarbeiten, schlechte Laune haben ( = allen den Tag verderben, was hat sie denn jetzt wieder?!), falsche Fragen stellen.
Diese Sonntage habe ich erlebt wie aus der Welt gefallen und sie haben mich teilweise in eine selbstentfremdete ängstlich besetzte eigene Gefühls-Welt versetzt.
Im Laufe des frühen Abends dann oft gefolgt von einer gefühlten Unfähigkeit, am nächsten Tag in die Schule zu gehen.
Inzwischen liebe ich die Sonntage, vor allem, dass ich selbst bestimmen kann, wann ich was tue, ich vermute, das wird sich bis zu meinem Lebensende nicht mehr ändern, so viel Nachholbedarf gibt es, und so viel Lernbedarf, wirklich zu spüren, was ich spüre.
Ich hab verstanden, warum Regelmäßigkeiten und Vorhersehbares für meine Eltern (beide Kriegskinder) so wichtig waren, ihnen Halt geben, immer noch, und sogar inzwischen selber für mich kostbare Rituale entwickelt, auf die ich nicht mehr verzichten möchte, und die manch einer als zwanghaft bezeichnen würde.
Inzwischen gibt es sogar Tage, an denen ich mich an die damaligen Sonntage erinnern kann, ohne dass Unbehagen entsteht, stattdessen teilweise sowas wie Melancholie, manchmals sogar eine Art Sehnsucht nach dem Kindsein. Vermutlich weil es in meinem Gemüt an die richtige Stelle in der Vergangenheit gerutscht und endlich integriert ist. Und ich zunehmend lerne, was es bedeutet, seinem eigenen inneren Kind wohlgesonnen zu sein.
Der Sonntag ist der Tag, an dem ich ausschlafe, was bedeutet, keinen Wecker stelle und meist so gegen acht, halb neun aufwache.
Der Sonntag ist der Tag, auf den ich mich freue, weil ich dann in Ruhe mal …. machen kann. (Hier liegt ein Knackpunkt versteckt, denn darauf muss ich immer noch achten, dass ich mir nicht im Kopf zu vieles in den Sonntag packe, und dann trotz viel Vorfreude und Ideen am Ende des Tages unzufrieden werde, weil ich nicht alles geschafft habe. Ich werde aber besser. Manchmal.)
Der Sonntag ist der Tag, an dem ich mir mehr Zeit im Bad nehme.
Der Sonntag ist der Tag, an dem ich seit einer Weile wieder Briefe schreibe, Kontakte pflege.
Der Sonntag ist auch der Tag, an dem ich es mir gönne, tagsüber zu lesen, am liebsten in der Hängematte, mit Tee und Kerze.
Der Sonntag ist der Tag , an dem mein Mann und ich gemeinsam unseren Lieblingspodcast hören nachmittags zum Kaffee.
Der Sonntag ist der Tag, an dem ich die vergangene Woche Revue passieren lasse und für die neue Woche einen Überblick schaffe.
Der Sonntag ist der Tag, an dem ich mir erlaube, bei dem was ich tue, die Zeit zu vergessen.

Vielleicht muss ich dazu sagen, dass wir beide nicht gesund sind, ein paar sehr schwierige Jahre hinter uns haben, in denen wir viel Geduld und Warten und Hoffen und Dranbleiben und „AufSichtFahren“ gelernt haben und auch, sich sehr über vermeintlich kleine Dinge zu freuen, weil nichts selbstverständlich ist.
Das kommt uns jetzt zugute. Insbesondere in diesen Zeiten.
Heute ist ein guter Tag.
Danke für den Schreibimpuls,
Herzlich, Clärchen

Kommentar von Ildikó von Kürthy

Liebes Clärchen!

Was für ein schöner Text, was für anregenden und bewegende Gedanken! Es beeindruckt mich, wie Du Deine Versöhnung mit den Sonntagen von früher beschreibst und wenn Du erzählst, wie Deine Sonntage heut aussehen, denke ich: Das schreibt eine erwachsene, im besten Sinne des Wortes reife Frau. Davon will ich lernen! Danke! Herzlich! Deine Ildikó

Beitrag 7

Autor: Heike Arnold

Die Sonntage meiner Kindheit hatten - je nach Programm - unterschiedlichste Facetten. Manchmal waren es Tage der Langeweile, vormittags noch herrlich faule Tage, mit einem Buch auf dem Sofa liegend oder beim Kreuzworträtsel lösen, während die Eltern in der Küche beim Sonntagsessen kochen beschäftigt waren. Aber die Nachmittage konnten richtig endlos werden, wenn wir daheim blieben, denn der Fernseher wurde nur sehr sparsam angeschaltet.
Die nächste Variante waren die Nachmittage, an denen dann Spaziergänge mit den Eltern angesagt waren. Diese waren, wenn es nicht Ausflüge mit besonderen Zielen waren, auch nicht viel besser. Ich sehe mich immer noch mit langem Gesicht trotzig hinter ihnen hinterher stapfen, schlechte Laune verbreitend, bis ich dann doch etwas entdeckte, das mich interessierte und sich meine Stimmung etwas aufhellte. So manchen Sonntag verbrachten wir auch in unserem Schrebergarten, wo es für mich dann interessant wurde, wenn die Kinder in den Nachbargärten auch dort waren und wir herrlich in der Gegend herumstreifen konnten und unsere kleinen Abenteuer und ganz eigenen Geschichten erlebten.
Doch die schönsten Sonntage waren die bei meinen Großeltern. Es gab immer die leckeren Kuchen und Torten, meist waren andere Verwandte auch dort und das Haus war voller Leben. Aber nach dem Kaffee trinken setzte ich mich ab und liebte es, allein an den See hinunter zu laufen, auf kleinen Trampelpfaden meinen eigenen Träumen und Geschichten nach zu spinnen und Steine über den See hüpfen zu lassen. Als ich älter wurde habe ich oft eine Clique von Jugendlichen getroffen, die auf dem nahegelegenen Campingplatz ihre Wochenenden verbrachten und die so herrlich cool waren.... erst Schwärmereien, die erste Zigarette, das heimliche Bier..... ein Nachmittag voller eigener Geheimnisse!! Von diesen Ausflügen kam ich immer sehr zufrieden und entspannt zurück.
Das Glücksgefühl über diesen kurzen Zeitraum der kleinen Unabhängigkeit hielt nur dann nicht lange, wenn mir auf der Heimfahrt bewusst wurde, dass am Montag eine Klassenarbeit anstand - und ich hatte nicht gelernt....


Kommentar von Ildikó von Kürthy

Danke, liebe Heike! Das klingt wunderbar, diese Sonntags-Freiheiten bei deinen Großeltern, umrahmt von Kuchen, Torten und ersten Zigaretten:-) Ich grüße herzlich! Deine Ildikó

Beitrag 8

Autor: Henriette Müller

Sonntagmorgen am Frühstückstisch der Eheleute x und y.
x: Guten Morgen.
y: Guten Morgen, jetzt bin ich aber ausgeschlafen. Neun Stunden Schlaf, das tut gut, ich fühl mich total fit. Was wollen wir heute unternehmen. Sollen wir mal wieder mit Freunden wandern gehen?
x: Ach, lass mal. Ich will heute niemanden sehen.
y: Komm, hab dich nicht so. Das wird uns beiden guttun. Endlich mal raus an die frische Luft und unter Leute. Schau mal wie die Sonne den Schnee glitzern lässt. Es ist herrlich.
x: Ich habe leichte Kopfschmerzen und will meine Ruhe.
Y: Fühlst du dich krank?
x: Nein, ich will nur einfach meine Ruhe haben. Auf dem Sofa liegen und meine Ruhe haben.
x: Sag mal, das war doch schon letzten Sonntag so und vorletzten und, und, und … eigentlich hast du schon seit längerer Zeit sonntags einen Durchhänger. Früher waren wir jeden Sonntag unterwegs und haben uns richtig gut erholt. Auch als Kind war der Sonntag immer ein besonderer Tag, ein Tag für die Familie. War nicht immer mein Ding, aber doch besser als auf dem Sofa herumzusitzen.
y: Kann sein, hab ja auch immer eine stressige Woche hinter mir.
x: Kein Thema, das weiß ich doch. Aber du scheinst, regelmäßig am Sonntag in ein Loch zu fallen und montags morgens gehst du wieder beschwingt und voller Elan aus dem Haus. Hat das vielleicht was mit mir zu tun? Oder meinst du es gibt so eine Art Sonntagsallergie.
y: Was soll der Unsinn. Ich bin einfach nur erschöpft. Sonntagsallergie, also echt, du kommst auf verrückte Ideen.
x: Ich find es halt auffällig, dass du montags morgens wieder topfit bist. Lass mich mal im Internet nachsehen.
Y: Nee jetzt. Die Zeit kannst du dir bestimmt sparen.
(kurze Pause)
x: Na sieh mal einer an, da steht etwas von Sonntagsdepression. Und weißt du was, kluge Menschen sollen besonders häufig betroffen sein. Helfen kann ein Spaziergang an der frischen Luft und Kontakt zu Freunden und Verwandten. Also los!

Kommentar von Ildikó von Kürthy

Sonntagsellergie! Herrlich! Danke, liebe Henriette und herzliche Grüße!

Beitrag 9

Autor: Daniela Krause

Liebe Ildikó,

für mich liegt im Sonntag die ganze Melancholie des Lebens. Es ist ein Übergangstag, der sich für mich schon als Kind in zwei Hälften teilte. Die erste positive Seite etwa bis 16.30 Uhr, dann die andere. Aber er kommt heute in der ersten Hälfte nicht an den Glanz meiner Kindheit heran: Ein langes, ausgiebiges Frühstück mit schönem Geschirr (nicht das zusammengestückelte wie unter der Woche), Toast (welch ein Luxus) und Ei und Schinken und Bresso! Außerdem Papa ewig zeitunglesend am Tisch dabei. Sogar eine Kerze brannte und im Radio als Hintergrundrauschen das "Morgenläuten" des SWR. Wenn ich große Sehnsucht nach diesem Geborgenheitsgefühl habe, mache ich mir heute noch gelegentlich einen Toast, bestreiche ihn zart mit Butter und schneide sorgsam ein sehr hart gekochtes Ei darüber. Das Knirschen beim Reinbeißen bringt mich sofort wieder in dieses Sonntagmorgengefühl. Während meiner Schwangerschaft bescherte ich mir dieses Toast-Glück jeden Abend (hat geholfen, wir haben einen tollen Sohn!).
Heute meine ich immer noch, ich müsste sonntags etwas Besonderes zum Mittagessen kochen, es gelingt mal mehr, mal weniger. Heute zieht sich auch kein Mensch mehr Sonntagskleidung an, der Sonntag ist ein bisschen zum normalen Wochentag ohne Arbeit verkommen. Aber innerlich ist bei mir immer Sonntag.
Am späten Nachmittag kippt es an, der Übergang zur neuen Woche beginnt. Ich war noch nie besonders angetan von Übergängen, sie gelingen mir nicht gut. Deshalb mag ich auch den Januar nicht so, das Zurückschauen und das Vorwärtsblicken gleichzeitig, der Januskopf steht mir nicht.

Der Sonntag symbolisiert für mich, dass in allem Schönen, Einzigartigen schon der Abschied, der Wechsel liegt. Ich bin deshalb ein großer Fan des Freitagabends, da liegt alles noch satt vor einem, das Ende der Woche ist klar. Den zelebrieren wir immer sehr mit Käseplatte, Brezeln, Rotwein und Limonade! Schon donnerstagsnachmittags wächst in mir die unbändige Vorfreude auf den nächsten Abend.

Kommentar von Ildikó von Kürthy

Liebe Daniela,


jetzt, wo ich Deine Zeilen lese, fällt mir erst auf, dass es mir ganz genauso geht. Ich konnte es bloß nie ausdrücken oder so richtig auf die Bewusstseinsebene heben, was meinen inneren Zwiespalt dem Sonntag und tatsächlich auch dem Januar gegenüber ausmacht. Jetzt weiß ich es und danke Dir dafür sehr!

Herzliche Grüße!

Ildikó

Beitrag 10

Autor: Anna Schuh

Für mich ist der Sonntag der schönste Tag der Woche! Er gehört nur mir.
Ich trinke meinen Kaffee im Bett, lese, spiele auf dem IPad. Irgendwann stehe ich auf, frühstücke spät und dann gehen wir oft eine längere Runde spazieren. Wir suchen uns neue Orte aus, wo wir noch nicht gegangen sind. Mein Mann macht Fotos, ich schaue mir die Landschaft einfach so an und genieße den weiten Blick.
Wenn wir anschließend nach Hause kommen, zu dieser Jahreszeit (Dezember) etwas durchgefroren, trinken wir etwas warmes. Oft bearbeitet mein Mann seine Fotos, ich lese oder male und die Stimmung ist schön, ruhig, entspannt.
Später bereiten wir das Essen zu, manchmal er, manchmal ich, manchmal zusammen.
Und dann endet er (leider) langsam, der wunderbare Sonntag, der Tag, der nur dafür da ist mir Freude zu bereiten.


Kommentar von Ildikó von Kürthy

Liebe Anne, Du bist eine Sonntagskünstlerin, das klingt wunderbar! Ich wünsche Dir noch unzählige glückliche Sonntage! Deine Ildikó

Beitrag 11

Autor: Barbara Ilg

Ein Sonntag in meiner Kindheit ? Sofort kommt ein Unwohlsein in mir auf. Sonntag verbinde ich mit den braunen, schweren, "gepflegten " Tellern statt der schönen blau/weissen, welche unter der Woche benutzt wurden. Das Essen war auch schwer. Irgendein Braten, Reh oder Kaninchen, Kartoffeln oder Kloese und viel Rotkohl und diese braune schwere Bratensosse. Am besten noch frisch aus dem Roemertopf. Dieser schwere Topf. Sonntag verbringt man in der Familie. Sozusagen das wöchentliche Weihnachten. Und abends bereitet man sich auf die Woche vor. Der Sonntag war schwer. Der Samstag war leicht und unbeschwerlich. Würstchen mit Kartoffelsalat statt Rehbraten. Wetten dass statt Tatort. Später diente der Samstag dem Ausgehen, dem Spasshaben, dem Feiern und der Sonntag dem Rauschausschlafen, dem Regenerieren. Durch mein Krankenschwesterdasein habe ich dem Sonntag seine Leichtigkeit zurückgegeben. Arbeiten, aber viel leichter und ruhiger als unter der Woche. Hinzu kommt eine gute Bezahlung, Wochenendzulage und die mitleidigen Worte der Patienten: jetzt müssen Sie auch noch am Sonntag arbeiten! Wenn ihr wuesstet wie gerne ich Sonntags arbeite! Und manchmal habe ich dann Montags auch noch frei !!!

Kommentar von Ildikó von Kürthy

Danke, liebe Barbara. Die schwere Sauce, das Rauschausschlafen, der freie Montag! Bin gerne mit Dir auf Deinen Feldzug zur Zurückeroberung der Sonntagsleichtigkeit gegangen. Herzlich! Deine Ildikó

Beitrag 12

Autor: Lisa Schöni

Sonntag - Der Wochentag, welcher der Sonne gewidmet ist, hell, freundlich und der Tag, an dem selbst Gott ruhte.
Als Kind war es der Tag, an dem man sich gefreut hat, wenn einmal ein Ausflug oder Besuch anstanden oder man einfach nur spielen durfte, so viel man wollte, ohne erst Hausaufgaben erledigen zu müssen. In den frühen Zwanzigern war es der Tag, an dem man seinen Kater von der durchtanzten Nacht ausgeschlafen hat, ohne sich um verschwendete Zeit zu sorgen. Es ist ja schließlich noch so viel davon übrig!
Inzwischen, mit Mitte 30, ist es der Tag, an dem man sich so gut überlegt, wie man ihn zu einem schönen und besonderen Tag macht, dass man sich dabei beinahe unter Druck setzt. Immerhin sitzt dem Sonntag stets der bedrohliche Montag im Nacken, der Tag, an dem einen der grausame Alltag gewaltsam einnimmt und das schöne, traumhafte Luftschloss der Unbeschwertheit des Sonntags stürzt und erobert.
Manchmal wünsche ich mir da die unbekümmerten sonntags meiner Kindheit und der frühen 20er zurück und verdränge dabei, dass sie einer gänzlich in mir ruhenden Einstellung entsprungen sind. Ein Hoch auf die befreiende Wirkung der Selbstreflexion.

Kommentar von Ildikó von Kürthy

:-)))) Ein Hoch auf die befreiende Wirkung der Selbstrefelxion - dem ist nicht hinzuzufügen. Danke, liebe Lisa und herzliche Grüße von Deiner Ildikó

Beitrag 13

Autor: Anja Reetz


Sonntage waren entweder immer sehr anstrengend da sehr ruhig bei mir. Früher gab es die Tage wo man Oma und Opa besuchte, Fahrradausflüge machten, auf dem Minigolfplatz verbracht hatte.
Besondere Tage waren Wellenbadbesuche oder Spaziergänge an der Ostsee wo man hinterher bei Niederegger landete.
Dann gab es Tage, wo man einfach zu Hause blieb.
Als Kind fand ich das manchmal sehr langweilig aber auch schön.
Ich, Einzelkind habe früh gelernt, mich selbst zu beschäftigen.
Meist malte ich an diesen Tage. Ich hörte Kassetten, Hanni und Nanni, Bibi Blocksberg, später TKKG und viele andere. Manchmal aber war das sehr langweilig, weil ich einfach keine Lust hatte mich selbst zu beschäftigen. Meistens waren meine Eltern mit dem riesigen Garten beschäftigt.
Heute ist das anders. Vor der Pandemie bin ich mit meinem Mann regelmäßig sonntags in den Gottesdienst gegangen und hinterher haben wir eine kleine Runde gedreht, sind Kaffee trinken gegangen, haben Zeitschriften im Café gelesen und nun jetzt heute sieht es wieder anders aus.
Man bleibt zu Hause, trinkt zu Hause sein Kaffee, guckt am Wochenende den Gottesdienst auf YouTube, macht Spaziergang guckt in das Fenster vom Lieblingscafé und verspürt eine kleine Sehnsucht nach dem was man nicht hat.
Ja so ist es. Während ich das hier schreibe, denke ich, ich habe etwas verloren aber auch etwas gewonnen. Sehnsucht, Sehnsucht nach Dingen, die für mich zum Alltag gehörten und nun viel mehr wertgeschätzt werden. Es gibt auch neue Dinge, wofür ich mich begeistere #morningelfchen. Jeden Morgen beim Frühstück oder beim 2. Kaffee schreibe ich mindestens ein #morningelfchen. Entstanden ist das aus den klassischen #morningpages. Die mir einfach zu lang sind. Meine heutigen #morningelfchen teile ich hier mal mit Euch.

Winterzauber
Überall Punkten
Das Rätsel lösen
Wo das Glück wohnt
Wunderkerzen

Sonntag
Großeltern besuchen
Ausflüge mit Eltern
Veränderung im Laufe der Jahre
Rückblick

Dieser Gedanken Ausflug hat mir sehr gut gefallen. Vielen Dank für diesen Impuls ich hoffe, dass sich das Tagebuch noch mit vielen Ausflügen füllt.

Kommentar von Ildikó von Kürthy

Liebe Anja,

vielen Dank, dass Du so schön in Worte fasst, dass die Sehnsucht ein Geschenk sein kann!

Herzlich! Deine Ildikó

Beitrag 14

Autor: Tanja Wagner

In meiner Kindheit war Sonntag zuerst Gottesdienst ,danach Mittagessen(natürlich Suppe, Hauptgericht, Nachspeise) unter der Woche,gab es halt was "schnelles",
Und am Nachmittag Ausflug,an den See oder Eis essen oder zum Pony reiten...
Und der Papa war auch dabei und hatte mal Zeit für die Familie.
Keine Ahnung was wir bei schlechtem Wetter gemacht haben, ob ich mich da zu Tode gelangweilt hab oder mit meinem Bruder gestritten hab bis es ein Donnerwetter gegeben hat....wie Sie schon in ihren Büchen schreiben, man behält sich einfach die schönen Dinge im Gedächtnis von seiner Kindheit.
Mit meiner eigenen Familie wollt ich das auch so machen, gemeinsame Unternehmungen usw ,hat auch gut geklappt, bei schlechtem Wetter, Brettspiele bei schönem Wetter baden...
Bis ich auf einmal zwei Teenager hatte,
Spaziergang blöd, Ausflug blöd (soll man ja früher aufstehen)
Die wollten plötzlich ihr eigenes Ding machen,das war echt hart,(da wären wir auch beim Thema los lassen der Kids)
Bis ich dann verstanden hab, dass unsere Kinder die ganze Woche über auch ihren anstrengend Alltag haben mit Schule, Lernen, Hobby - die wollen einfach chillen oder Freunde treffen am Sonntag.
Jetzt gestalte ich meinen Sonntag mit meinem Mann z.B.Fahrradtouren,seit ich mir ein E Bike gekauft hab, macht das auch richtig Spaß:)und ich komm meiner Sportskanone auch hinter her:)
Oder ich sitze auf der Terrasse mit Kaffee und Kuchen und lese ihre wunderbaren Bücher, liebe Ildiko.
Am Ende des Sonntags sind Alle happy(meistens auf jeden Fall) und wir können gestärkt in die neue Woche gehen. Seit ich nicht mehr soviel Erwartungen in den Sonntag stelle, freue ich mich wieder auf die Sonntage.
Eine gute Woche noch und an Alle einen schönen Sonntag :)
Liebe Grüße Tanja

Kommentar von Ildikó von Kürthy

Liebe Tanja!

Das ist wirklich ein guter Rat, vom Sonntag nicht mehr so viel zu erwarten, den armen Tag nicht so unter Druck zu setzen - und letzlich auch jeden seiner Wege ziehen zu lassen.

Danke! Herzlich!

Ildikó

Beitrag 15

Autor: Patricia Hohm

Liebe Ildiko,
Auch ich bin ein Einzelkind und deine Schilderung kommt mir sehr bekannt vor, denn bei mir war es sehr ähnlich. Ich habe die anderen Kinder immer darum beneidet, dass ihre Eltern sonntags mit ihnen Ausflüge unternahmen.
Ich kann mich noch sehr gut an die Montage in der 1. und 2. Klasse der Grundschule erinnern, die immer damit begannen, dass alle Kinder in einem Erzählkreis zusammenkamen und über ihren Familiensonntag erzählen durften. Ich hasste den Moment, wenn ich an der Reihe war, ich hatte nämlich nichts zu berichten. Also dachte ich mir meistens Geschichten aus. Auf meinen Zeugnissen stand dann später "Patricia erzählt gern kleine Geschichten"...offenbar hatten mich meine Lehrerinnen durchschaut.
Für mich stand schon früh fest, dass ich es mit meinen eigenen Kindern einmal anders machen würde. Ich würde ihnen all meine Aufmerksamkeit schenken und ihnen eine schöne Kindheit bereiten. So machte ich es dann auch mit meinen beiden. Wir waren immer unterwegs, im Wald, auf dem Spielplatz, im Museum, beim Schwimmen...
Sie sollten immer etwas über ihren Sonntag zu erzählen haben.
Nur irgendwann nach ein paar Jahren baten mich meine Kinder dann darum, doch bitte sonntags auch mal nichts tun zu dürfen. Sie wollten zuhause bleiben, den ganzen Tag im Schlafanzug herumrennen, Pizza bestellen und faul sein.
Ich musste mir eingestehen, dass ich aus meinem Wunsch heraus, es besser zu machen, einen ziemlichen Wochenendstress aufgebaut hatte. Ich hatte es schlichtweg verpasst, den Mittelweg zu finden.
Heute beraten wir uns als Familie immer freitags, ob wir am Wochenende etwas unternehmen wollen oder nicht. Der Sonntag ist uns inzwischen eher als Ruhe- und Klöntag heilig geworden. Auch ich liebe es inzwischen, es mir am Sonntag einfach gemütlich zu machen. Wir backen gerne Kuchen, spielen Karten, schauen Filme oder jeder macht einfach, worauf er Lust hat und das Beste daran: jeder ist sehr glücklich damit.


Kommentar von Ildikó von Kürthy

Danke, liebe Patricia, das ist interessant, wie sich Deine Sonntage verändert haben und nun letztlich zu Tagen geworden sind,

die für alle Wohlfühltage sind. Das klingt toll!

Danke für Deinen Text und herzliche Grüße!

Ildikó

Beitrag 16

Autor: Andreas S.

Ein Sonntagsspaziergang zu sich Selbst,
fern der Zerstreuung des Alltags,
Schnee liegt über der Landschaft,
es erstrecken sich die Berge in das Himmelblau,
weit ins Tal windet sich mein Weg.
Entlang dem fast zugefrorenem Bach,
höre ich dem Wasser zu,
wie es plätschert und fließt,
in kleinen Wellen über glatte Kieselsteine.
Wie stets, Gedanken über Gedanken,
aber nun atme ich des Winters kalte Luft,
dessen Klarheit durchströmt mich,
mein Atem gesellt sich zum Morgennebel.
Unbeirrt der Wolken, der dunklen Tannen,
scheint ein wenig die Sonne hindurch,
streichelt mein Gesicht,
und weist mir den Pfad im Äußeren wie im Inneren,
Alles Leben scheint versteckt,
unter dieser glitzernden Schneedecke,
die alle Geräusche dämpft.
Schritt für Schritt gehe ich,
achtsam der inneren Einkehr entgegen.
In weiter Ferne bellt ein Hund,
der Wind trägt leises Glockengeläut,
Stille in diesem Augenblick in mir,
ein weißes Blatt Leben,
das ich wieder neu beschreiben kann,
ein kleines Schneeglöckchen wird es verkünden,
wenn der Frühling naht.

Kommentar von Ildikó von Kürthy

Danke! Wunderschön. Mehr gib es dazu nicht zu sagen :-)

Herzlich!

Deine

Ildikó